15 · Schwingungen
Physik Q1 · Thema 15

Schwingungen

Einführung elektromagnetischer Schwingkreis

Bisher hatten wir Spulen und Kondensatoren einzeln eingeschalten und die entsprechenden Vorgänge betrachtet. Im Folgenden werden wir die Vorgänge kombinieren. Dazu betrachtet folgendes Schaltbild: Spule und Kondensator sind parallel geschalten. Bei der realen Spule ist der Widerstand nicht vernachlässigbar und als separates Bauelement eingezeichnet.

Die Vorgänge, die sich jetzt abspielen, sind im folgenden Video dargestellt.

Ihr saht  eine zeitlich periodische Änderung der Spannung. Solche zeitlich periodischen Änderungen nennt man in der Physik Schwingungen, die ihr bereits aus der Einführungsphase kennt.

Mechanische Schwingungen

Zur Beschreibung einer Schwingung ist es sinnvoll, sich die Schwingung als Projektion einer Kreisbewegung vorzustellen.

Animation

Beim rotierenden Zeiger kann man ein rechtwinkeliges Dreieck einzeichnen: 

Für das rechtwinkelige Dreieck gilt: sin(ϕ)=GegenkatheteHypotenuse=GKHsin(\phi) = \frac{\text{Gegenkathete}}{\text{Hypotenuse}} = \frac{\text{GK}}{\text{H}}. Die Gegenkathete ist die Auslenkung yyzur Zeit und kann als y(t)y(t) geschrieben werden. Die Hypothenuse ist die Amplitude der Schwingung und kann als y^\widehat y oder ymaxy_{max} geschrieben werden. Den Winkel ϕ\phi kann man mit der Winkelgeschwindigkeit ausdrücken:  ϕ=ωt\phi =\omega \cdot t. Damit folgt: 

\begin{align}     sin(\phi) &= \frac{\text{GK}}{\text{H}} = \frac{y(t)}{\widehat y} \\     sin(\omega \cdot t) &= \frac{y(t)}{\widehat y} \\     y(t) &= \widehat y \cdot sin(\omega \cdot t) \end{align}

Wenn eine Schwingung durch eine Sinusfunktion beschrieben werden kann ( dies nennt man harmonische Schwingung), dann gilt für die Auslenkung y(t)y(t)des Oszillators zum Zeitpunkt tt:

y(t)=y^sin(ωt) =y^sin(2πTt)=y^sin(2πft)y(t) = \widehat y \cdot sin(\omega \cdot t)  = \widehat y \cdot sin \left( \frac{2 \pi}{T} \cdot t \right) = \widehat y \cdot sin(2 \pi \cdot f \cdot t)

Die Winkelgeschwindigkeit ω\omega kann mit der Periodendauer TToder Frequenz ffder Schwingung ersetzt werden.

 

Das Feder-Masse-Pendel (Feder-Schwere-Pendel)

Wiederholung Feder: Wenn die Federkonstante einer Feder bekannt ist, kann man ausrechnen, wie viel Kraft FF aufgebracht werden muss, um die Feder um die Strecke ss zu dehnen:  F=DsF = D \cdot s

Die Proportionalitätskonstante DD  wird Federkonstante oder Federhärte genannt. 

Wenn eine Feder die Federkonstante DD hat, und um die Strecke ss gedehnt wird, dann speichert sie bei der Dehnung die potentielle Energie ESpann=12Ds2E_\text{Spann} = \tfrac{1}{2} \cdot D \cdot s^2 als Spannenergie. Sobald man die Feder loslässt, kann die gespeicherte Spannenergie genutzt werden, um die Feder zu beschleunigen, so dass sie in Richtung ihrer Ruhelage entspannt wird.

Wenn die Feder an einer Halterung befestigt und an die Feder eine Masse mm gehängt wird, bewirkt die Gravitationskraft, dass die Feder gedehnt wird. Sobald die Rückstellkraft der Feder und die Gravitationskraft im Gleichgewicht sind, befindet sich das Feder-Masse-Pendel in seiner Ruhelage.

Bewirkt man eine zusätzliche Kraft, um die Masse aus ihrer Ruhelage auszulenken, wird die Feder weiter gespannt und speichert potentielle Energie in Form von Spannenergie. Lässt man dann die Masse los, bewirkt die Rückstellkraft, dass die Masse beschleunigt wird. Die gespeicherte potentielle Energie wird in Bewegungsenergie umgewandelt. Dieser Prozess wiederholt sich periodisch, so dass das Feder-Masse-Pendel anfängt zu schwingen.

Das Verhalten eines Feder-Masse-Pendels können Sie in der folgenden Simulation studieren.

Simulation PHET

Führen Sie folgende Untersuchungen durch:

  1. Klicken Sie auf "Intro". Lassen Sie die Federkonstanten unverändert und hängen Sie an das linke Pendel eine Masse von m=100gm = 100 \, \text{g} und an das rechte Pendel eine Masse von .m=250gm = 250 \, \text{g} Lenken Sie die Pendel aus und beobachten Sie die Schwingung, insbesondere die Schwingungsdauer TT der beiden Pendel. Stellen Sie eine Hypothese auf, wie die Periodendauer TT von der Masse mm abhängt.
  2. Führen Sie zur Überprüfung der Hypothese folgendes Experiment durch: Klicken Sie auf "Experimente" und wählen Sie für das Pendel eine geringe Federkonstante und stellen Sie die Dämpfung auf "Keine". Ziehen Sie mit der Maus die Stoppuhr und das Lineal in die Simulation. Messen Sie für mind. 10 verschiedene Massen (beginnend mit 50 g) die Periodendauer TT des Feder-Masse-Pendels, indem Sie die Dauer für 10 vollständige Schwingungen messen und diese Zeit durch 10 teilen. Zeichnen Sie ein geeignetes Masse-Periodendauer-Diagramm.
  3. Hängen Sie an beide Federn ein Massenstück mit m=100gm = 100 \, \text{g} und  vergrößern Sie die Federkonstante der rechten Feder deutlich. Lenken Sie die Pendel aus und beobachten Sie die Schwingung, insbesondere die Schwingungsdauer der beiden Pendel. Stellen Sie eine Hypothese auf, wie die Periodendauer von der Federkonstante abhängt.
  4. Führen Sie zur Überprüfung der Hypothese folgendes Experiment durch: Klicken Sie auf "Experimente" und wählen Sie für das Pendel eine bestimmte Masse und stellen Sie die Dämpfung auf "Keine". Ziehen Sie mit der Maus die Stoppuhr und das Lineal in die Simulation. Messen Sie für 10 verschiedene Federkonstanten (0,1 bis 1) die Periodendauer des Feder-Masse-Pendels, indem Sie die Dauer für 10 vollständige Schwingungen messen und diese Zeit durch 10 teilen. Zeichnen  Sie ein geeignetes Federkonstante-Periodendauer-Diagramm.

 

Urheberrechte: Viele Teile sind aus den Webseiten https://www.physik.gym-wst.de/ und https://physikunterricht-online.de entnommen.

Auswertung der Versuche

Ergebnis der Versuche

Zu 1.: Das Pendel, an welchem das Massenstück mit der geringeren Masse hängt, hat eine kürzere Periodendauer TT , das heißt es pendelt pro Sekunde öfter hin und her. Je größer die Masse mm des Massenstücks an einem Feder-Masse-Pendel ist, desto größer ist die Periodendauer der Schwingung des Pendels. Hypothese: Die Periodendauer TTist proportional zu  mm.

Zu 2.

in kg0,0500,0700,0900,1000,1200,1400,1600,1800,2000,2200,240
Periodendauer T in s0,580,670,760,830,920,961,021,091,151,201,26

Zu 3.: Das Pendel mit der größeren Federkonstante hat eine kürzere Periodendauer , das heißt es pendelt pro Sekunde öfter hin und her. Je größer die Federkonstante der Feder eines Feder-Masse-Pendel ist, desto kleiner ist die Periodendauer der Schwingung des Pendels. Hypothese: Die Periodendauer TT ist proportional zu 1D\frac{1}{D}.

Zu 4.

Federkonstante in N/m0,10,20,30,40,50,60,70,80,91,0
Periodendauer T in s1,20,990,890,810,750,690,660.630.610.57

Die Auswertung der Experimente zum Feder-Masse-Pendel liefert folgende Hypothesen:

  • Die Periodendauer TTist proportional zu m\sqrt m
  • Die Periodendauer TTist  ist proportional zu 1D\frac{1}{\sqrt D}

Die Differentialgleichung für Feder-Masse-Pendel und ihre Lösung

 

Beim Feder-Masse-Pendel wirken folgende Kräfte:

  • die Gravitationskraft   FG=mgF_\text{G} = m \cdot g  mit der  Masse  mm des Pendelkörpers und der Erdbeschleunigung gg9,81ms29,81 \frac{m}{s^2}
  • die rückstellende Federkraft FR=DyF_\text{R} = D \cdot y , mit yy als vertikaler Auslenkung aus der Ruhelage und DD als Federhärte (Federkonstante) der Feder.

Wenn sich die Pendelmasse unterhalb der Ruhelage befindet, wirkt die Rückstellkraft der Feder nach oben, die Gravitationskraft wirkt nach unten.

Modellierung des Schwingungsvorgangs:

  • In der Ruhelage befindet sich das Feder-Masse-Pendel in einer Gleichgewichtslage, in der die Gravitationskraft FGF_G und die Federkraft FRF_R sich gerade ausgleichen. Das Pendel steht still.
  • Zieht man die Feder nach unten, dehnt man die Feder und speichert Spannenergie in der Feder: ESpann=12Ds2E_\text{Spann} = \frac{1}{2} \cdot D \cdot s^2 (siehe Formelsammlung).
  • Da die wirkende Rückstellkraft größer als die Gewichtskraft ist, wird die Feder mit F=maF = m \cdot a nach oben beschleunigt und die Spannenergie wird in Bewegungsenergie Ekin=12mv2E_{kin} = \frac{1}{2} \cdot m \cdot v^2 umgewandelt.
  • Mit zunehmender Höhe wird die Bewegung durch die Gewichtskraft und die Spannkraft der Feder gebremst und die Bewegungsenergie wird in potentielle Energie umgewandelt, die als Spannenergie und Lageenergie gespeichert ist. Aufgrund der Gewichtskraft und der Federkraft wird das Pendel dann wieder nach unten beschleunigt.
  • Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis Reibung die Energie, welche durch die Auslenkung des Pendels aus der Ruhelage dem Feder-Masse-Pendel zugeführt wurde, in Wärmeenergie umgewandelt hat. Dann wird das Pendel wieder in seiner Ruhelage ruhen.

In der weiteren Betrachtung werden alle Reibungskräfte vernachlässigt.

In der Ruhelage ist die Gewichtskraft im Gleichgewicht mit der Rückstellkraft der Feder:

  \begin{align}     F_\text{G} &= F_\text{R} \\     m \cdot g &= D \cdot y_0 \\     y_0 &= \frac{m \cdot g}{D} \end{align}

 

In der Ruhelage  einer Feder, an welcher eine Masse hängt, wurde die Feder um den Weg y0=mgDy_0 = \frac{m \cdot g}{D}im Vergleich zur Ruhelage ohne Massenstück nach unten ausgelenkt.

Lenkt man das Feder-Masse-Pendel nach unten aus der Ruhelage aus, ist die resultierende Kraft die Differenz aus der Rückstellkraft und der Gravitationskraft, die einander entgegengesetzt gerichtet sind. Da die rückstellende Kraft von der Auslenkung abhängt, ändert sich diese bei der Bewegung des Massenstücks ständig. Die rückstellende Kraft und daher auch die resultierende Kraft werden daher als Funktionen in Abhängigkeit der Zeit geschrieben:  Fres(t)=FR(t)FGF_\text{res}(t) = F_\text{R}(t) - F_\text{G}

  • Für die rückstellende Kraft gilt: FR(t)=Ds=D(y0y(t))F_\text{R}(t) = D \cdot s = D \cdot (y_0-y(t))
  • Die Gravitationskraft ändert sich nicht und es gilt: FG=mgF_\text{G} = m \cdot g

Zusammen folgt damit:

\begin{align} F_\text{res}(t) &= F_\text{R}(t) - F_\text{G}\\  &= D (y_0-y(t)) - m \, g\\  &= D \left(\cfrac{m \cdot g}{D} - y(t) \right) - m \, g\\  &= m \, g - D \, y(t) - m \, g\\  &= - D \, y(t) \end{align}

Für die resultierende Kraft, welche auf das Feder-Masse-Pendel wirkt, gilt also:   Fres(t)=Dy(t)F_\text{res}(t) = - D \, y(t)

Diese resultierende Kraft bewirkt eine Beschleunigung aa des Massestücks. Da die beschleunigende Kraft sich ständig ändert, ändert sich auch die Beschleunigung des Massenstücks ständig. Für den Zusammenhang zwischen der beschleunigenden Kraft FBF_B und der daraus resultierenden Beschleunigung gilt: FB(t)=ma(t)F_\text{B}(t) = m \cdot a(t) und damit:

\begin{align}     F_\text{B}(t) &= F_\text{res}(t) \\     m \cdot a(t) &= - D \cdot y(t) \end{align}

Die Geschwindigkeit  vv ist die Änderung des Weges , während die Zeit vergeht. Ist diese Änderung konstant gilt: v=stv = \frac{s}{t} . 

Beim Feder-Masse-Pendel ändert sich der Weg, den das Massenstück zurücklegt, aber nicht gleichbleibend. Man kann für die Bewegung des Feder-Masse-Pendel also zu einem bestimmten Zeitpunkt nur die Momentangeschwindigkeit angeben. Die Geschwindigkeit ist damit eine Funktion der Zeit und kann als Ableitung der Ortsfunktion angegeben werden. Mathematisch ist die Geschwindigkeit die zeitliche Ableitung des Weges :      v(t)=dsdt=s˙v(t)=\frac{ds}{dt}= \dot{s}

Die Beschleunigung aa  beschreibt die Änderung der Geschwindigkeit . Ist die Änderung der Geschwindigkeit konstant, kann man schreiben:  a=vta = \frac{v}{t} . Bei nicht konstanter Beschleunigung ist die Beschleunigung eine Funktion der Zeit und kann als Ableitung der Geschwindigkeitsfunktion angegeben werden. Mathematisch ist die Beschleunigung die zeitliche Ableitung der Geschwindigkeita(t)=dvdt=v˙a(t)=\frac{dv}{dt}=\dot{v}

Setzt man diese Einsichten zusammen, folgt, dass die Beschleunigung die Änderung der Änderung des Weges zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. Mathematisch kann man das wie folgt schreiben:  a(t)=dsdtdt=s¨a(t)=\frac{\frac{ds}{dt}}{dt}=\ddot{s}

Anstelle der Beschleunigungsfunktion setzt man die zweite Ableitung der Ortsfunktion ein: 

\begin{align}     F_\text{B}(t) &= F_\text{res}(t) \\     m \cdot \ddot{y} &= - D \cdot y(t) \\ \color{red} {\ddot y}  +\frac{D}{m} \cdot \color{blue}y &=0\end{align}

Diese Gleichung enthält eine Weg-Zeit-Funktion und deren zweite Ableitung . Eine solche Gleichung nennt man eine  Differentialgleichung.  Dies ist uns ja bereits vom Ein- und Ausschalten beim Kondensator bekannt.

Jetzt soll versucht werden eine Funktion zu erraten, welche diese Gleichung löst. Eine Lösungsfunktion kann eine Funktion sein, deren zweite Ableitung bis auf einen Faktor gleich der ursprünglichen Funktion ist. Die Mathematik kennt eine Funktion, deren 2. Ableitung bis auf ein Vorzeichen mit der ursprünglichen übereinstimmt: 

\begin{align}     (sin(x))' &= cos(x) \\     (cos(x))' &= - sin(x) \\     (sin(x))'' &= - sin(x) \end{align}

Die Beschreibung der Auslenkung mit y(t)=y^sin(ωt) =y^sin(2πTt)=y^sin(2πft)\color{blue}{y(t) = \widehat y \cdot sin(\omega \cdot t)  = \widehat y \cdot sin \left( \frac{2 \pi}{T} \cdot t \right) = \widehat y \cdot sin(2 \pi \cdot f \cdot t)} ergibt als zweite Ableitung

y¨(t)= y^ω2sin(ωt) =y^(2πT)2sin(2πTt)=y^((2πf)2sin(2πft)\color{red}{\ddot y(t) =-  \widehat y \cdot \omega ^2 \cdot sin(\omega \cdot t)  = - \widehat y \cdot (\frac{2 \pi}{T})^2 \cdot sin \left( \frac{2 \pi}{T} \cdot t \right) = -\widehat y \cdot ((2 \pi \cdot f)^2 \cdot sin(2 \pi \cdot f \cdot t)}

Eingesetzt in die Differentialgleichung ergibt sich für die Variante mit der Periodendauer

\begin{align}     \color{red}{-\widehat y \cdot (\frac{2 \pi}{T})^2 \cdot sin \left( \frac{2 \pi}{T} \cdot t \right)}+ \frac{D}{m} \cdot  \color{blue}{\widehat y \cdot sin \left( \frac{2 \pi}{T} \cdot t \right)}&=0 \\  \color{brown}{\widehat y  \cdot sin \left( \frac{2 \pi}{T} \cdot t \right)}  \left( \color{magenta}{-(\frac{2 \pi}{T})^2+ \frac{D}{m} }\right)  &=0  \end{align}

Ausklammern wandelt den Term in ein Produkt. Das Produkt ergibt Null, wenn einer der Faktoren Null ist. Der erste Faktor ist nur "manchmal" Null, also muss der zweite Faktor Null ergeben.

Daraus folgt für die Periodendauer:

\begin{align}    \left( \frac{2 \pi}{T} \right)^2&= {\frac{D}{m}} \\   \frac{2 \pi}{T} &= \sqrt{\frac{D}{m}} \\  \frac{T}{2\pi} &= \sqrt{\frac{m}{D}} \\  T &= 2\pi\cdot \sqrt{\frac{m}{D}}    \end{align}

 

Das Fadenpendel

Hängt man ein Massestück an einem als masselos betrachteten Faden der Länge l auf, erhält man ein Fadenpendel. Die gesamte Masse des Pendelkörpers denkt man sich in einem Punkt konzentriert. Für die rücktreibende Kraft ist die Gewichtskraft verantwortlich.

Die Gewichtskraft FGF_G kann in zwei Teilkräfte zerlegt werden: F1F_1 entlang des Fadens und FRF_R senkrecht dazu. Die Kraft F1F_1 spannt den Faden. Sie hebt sich mit der Spannkraft  FSF_Sdes Fadens auf und spielt damit für die Bewegung des Fadenpendels keine Rolle. Die Teilkraft FRF_R ist die Rückstellkraft der Schwingung.

Als Elongation wählen wir die von der Ruhelage abweichende Bogenlänge yy.

Ist das Fadenpendel um den Winkel φ\varphi aus der Gleichgewichtslage ausgelenkt, ergibt sich für die Rückstellkraft:

FR=FGsin(φ)FR=mgsin(φ)\begin{aligned} F_R = {} & F_G\cdot\sin(\varphi) \\ F_R = {} & -m\cdot g\cdot\sin(\varphi) \\ \end{aligned}

Messen wir den Winkel φ\varphi im Bogenmaß gilt: φ=Bogenla¨ngeRadius=yl\varphi = \frac{\text{Bogenlänge}}{\text{Radius}} = \frac{y}{l}

Und wir erhalten für die Rückstellkraft: FR= mgsin(yl)F_R =  -m\cdot g\cdot\sin(\frac{y}{l})

Setzen wir  die Rückstellkraft in das Newtonsche Aktionsgesetz ein, erhalten wir:

  F=Frma=mgsin(yl)1ma=gsin(yl)\begin{aligned} F = {} & F_r \\ m\cdot a = {} & -m\cdot g\cdot\sin(\frac{y}{l}) \qquad\Bigr\rvert\cdot \frac{1}{m}\\ a = {} & -g\cdot\sin(\frac{y}{l}) \\ \end{aligned}

Da die Elongation yy im Argument der Sinus-Funktion vorkommt, ist die Beschleunigung aa nicht proportional zu yy. Damit ist die Bewegung eines Fadenpendels keine harmonische Schwingung!

Für kleine Winkel im Bogenmaß allerdings gilt:     sin(φ)φsin(yl)yl\sin(\varphi)\approx\varphi \qquad\Rightarrow\qquad\sin(\frac{y}{l})\approx\frac{y}{l}

Damit erhält man: 

agylagly\begin{aligned} a \approx {} & -g\cdot\frac{y}{l} \\ a \approx {} & -\frac{g}{l}\cdot y \\ \end{aligned}

Also einen linearen Zusammenhang zwischen der Beschleunigung a=y¨a= \ddot{y}  und der Elongation yy.  Für kleine Amplituden verhält sich ein Fadenpendel annähernd wie der Federschwinger (ein harmonischer Oszillator).

Für kleine Auslenkungen ist die Bedingung für eine harmonische Schwingung also erfüllt.

Für harmonische Schwingungen haben wir bereits eine Formel zur Berechnung der Schwingungsdauer hergeleitet:

Für harmonische Schwingungen gilt:        y¨ =Dmy\ddot{y}  =-\frac{D}{m} \cdot y  mit der Lösung T=2πmDT = 2\pi\cdot\sqrt{\frac{m}{D}}  

Ersetzt man für Federkonstante D durch die Erdbeschleunigung g sowie die Masse m durch die Fadenlänge l, so erhält man:

 T=2πlgT = 2\pi\cdot\sqrt{\frac{l}{g}}


Die Schwingungsdauer eines Fadenpendels hängt also von der Länge des Fadens sowie der Erdbeschleunigung g ab.

Die Erdbeschleunigung bestimmt die Gewichtskraft, die auf eine bestimmte Masse wirkt und damit die Rückstellkraft.

Man kann also aus der Schwingungsdauer eines Fadenpendels auf die Erdbeschleunigung schließen.

Einführung in den elektromagnetischen Schwingkreis

Einführungsanimation. Welche Vorgänge führen jetzt zu einer Schwingung?

Im nachfolgenden Schaltbild sind das elektrische Feld des Kondensators und das magnetische Feld der Spule durch Feldlinien angedeutet. Dabei ist die Dichte der Feldlinien ein Maß für die Stärke des jeweiligen Feldes. Zusätzlich sind die Ladungsvorzeichen der beiden Kondensatorplatten und Pfeile für die (technische) Stromrichtung zu sehen.

Links unten zeigt eine Digitaluhr die seit Beginn der Schwingung vergangene Zeit an; darunter ist die Schwingungsdauer angegeben. Rechts unten ist - abhängig von den beiden Radiobuttons im unteren Teil der Schaltfläche - entweder ein Diagramm zum zeitlichen Verlauf von Spannung U und Stromstärke I zu sehen oder ein Balkendiagramm, das die Energieumwandlungen darstellt.

Aufgabe: 

Animation (Link)

a) Übernimm die Schaltung in dein Heft.

b) Stelle die Zeitlupe auf 100. Setze zunächst R=0 und beobachte das Hin- und Herpendeln der Energie zwischen Kondensator und Spule anhand der Feldlinienbilder. Beobachte für jeden Zeitpunkt den dazugehörigen Spannungs- und Stromwert.

Trage den Verlauf von Spannung und Stromstärke als Diagramm in deinem Heft ein.

c) Variiere C und L und studiere den Einfluss auf die Schwingungsdauer.

Formuliere in dein Heft:

Bei einer Erhöhung der Kapazität, wird die Periodendauer ....

Bei einer Erhöhung der Induktivität, wird die Periodendauer ....

d) Wähle jetzt R verschieden von Null. Untersuche, welchen Einfluss dies auf den Verlauf von Strom- und Spannung hat. Schalte in den "Energie-Modus" und studiere das Balkendiagramm.

Formuliere in dein Heft:

Bei einer Erhöhung des Ohmschen Widerstandes ....

 

 

Welche Vorgänge spielen sich denn im Schwingkreis ab?

Link zu Geogebra

Elektromagnetische Schwingungen

 

 
In der abgebildeten Schalterstellung wird der Kondensator geladen. Im Kondensator baut sich ein elektrisches Feld auf. Auf dem Kondensator befindet sich die Ladungsmenge Q0Q_0 und es wird eine Spannung von U0U_0 gemessen. 

Mit dem Umschalten versuchen sich die Ladungen auf den Kondensatorplatten auszugleichen (der Kondensator entlädt sich) und bewirken einen zunehmenden Stromfluss in der Spule. 

Die zunehmende Stromstärke ist verbunden mit einem sich ändernden Magnetfeld in der Spule. Dieses sich ändernde Magnetfeld induziert in der Spule eine Spannung, die diesem Anstieg der Stromstärke entgegen gesetzt gerichtet ist (LENZsche Regel) und bewirkt eine Verlangsamung der Zunahme der Stromstärke.

 

 

Wenn das Magnetfeld voll aufgebaut ist - also die größte Stromstärke gemessen wird - ist die Spannung am Kondensator Null - das elektrische Feld ist abgebaut. Jetzt bricht das Magnetfeld zusammen, wobei wieder eine Induktionsspannung in der Spule entsteht. 

Im Gegensatz zur Induktionsspannung beim Entladen der Spule über einen Widerstand - großer Anfangswert und dann Abnahme auf Null  - bewirkt nun der Kondensator. dass die Induktionsspannung langsam ansteigt und erst dann den Maximalwert erreicht, wenn das Magnetfeld vollständig abgebaut ist. 

 

 Solange noch ein Strom fließt, wird der Kondensator weiter aufgeladen und seine Spannung steigt. Schließlich ist der Kondensator umgekehrt aufgeladen wie zu Beginn und der Vorgang startet von Neuem.
Da die Spule gleichzeitig einen Ohmschen Widerstand aufweist, wird ein Teil der Energie in Wärme gewandelt und die Spannungsmaximalwerte sinken. Davon soll jetzt aber noch abgesehen werden. Einen Schwingkreis ohne Berücksichtigung des Ohmschen Widerstandes nennt man idealen Schwingkreis.

Differentialgleichung des ungedämpften (idealen) Schwingkreises

Nach der KIRCHHOFF'schen Maschenregel gilt nun zu jedem Zeitpunkt t des Schwingvorgangs die Gleichung    UL(t)=UC(t){U_L}(t) = {U_C}(t)

Wenn wir die bekannten Zusammenhänge

  • UC(t)=Q(t)C{U_C}(t) = \frac{Q(t)}{C} (Kondensatorformel; Q(t): Ladung auf der oberen Platte des Kondensators während des Schwingvorgangs)
  • UL(t)=LI˙(t){U_L}(t) = - L \cdot \dot I(t) (Spulenformel; I(t): Stärke des Stroms durch die Spule während des Schwingvorgangs)
  • I(t)=Q˙(t)I(t) = \dot Q(t) (Definition der elektrischen Stromstärke) und damit I˙(t)=Q¨(t)\dot I(t) = \ddot Q(t)

nutzen und in diese Gleichung einsetzen, so erhalten wir

Q(t)C+LQ¨(t)=0\frac{Q(t)}{C} + L \cdot \ddot Q(t) = 0

Dividiert man beide Seiten dieser Gleichung durch LL und vertauscht die Reihenfolge auf der linken Seite der Gleichung, so erhält man

Q¨(t)+1LCQ(t)=0()\ddot Q(t) + \frac{1}{L \cdot C}\cdot Q(t) = 0 \quad(*)

Dies ist zusammen mit den Anfangsbedingungen Q0=Q(0s)=CU0Q_0 = Q(0\,{\rm{s}}) = C \cdot \left| {{U_0}} \right| undI(0s)=Q˙(0s)=0I(0\,{\rm{s}})=\dot Q(0\,{\rm{s}})=0 die 

homogene Differentialgleichung 2.Ordnung für die Ladung Q(t) auf der oberen Platte des Kondensators während des Schwingvorgangs.

Diese Differentialgleichung wird gelöst durch die Funktion Q(t)=Q^cos(ω0t)Q(t) = \hat Q \cdot \cos \left( {{\omega _0} \cdot t} \right) mit Q^=CU0\hat Q = C \cdot \left| {{U_0}} \right|und ω0=1LC{\omega _0} = \sqrt {\frac{1}{L \cdot C}}

Aufgabe: Leiten Sie die Funktion Q(t)Q(t)zweimal ab und setzen Sie die Funktion und die zweite Ableitung in die Differentialgleichung ein. Leiten Sie die Beziehung für ω0\omega_0her.

 

Bei geeignet gewählter Messrichtung und den Anfangsbedingungen Q0=CU0Q_0 = C \cdot \left| {{U_0}} \right| und I(0)=0I(0)=0 wird die Spannung über dem Kondensator eines elektromagnetischen Schwingkreises mit der Kapazität C und der Induktivität L beschrieben durch die Funktion

UC(t)=U0cos(ω0t)mitω0=1LCU_C(t) = \left| {{U_0}} \right| \cdot \cos \left( {{\omega _0} \cdot t} \right)\quad {\rm{mit}}\quad{\omega _0} = \sqrt {\frac{1}{L \cdot C}}

Der Schwingkreis schwingt somit harmonisch.

 

Für die Schwingungsdauer T ergibt sich dann wegen T=2πωT=\frac{2 \cdot \pi}{\omega}

T=2π1LC=2πLCTHOMSONscheSchwingungsgleichungT = \frac{{2 \cdot \pi }}{{\sqrt {\frac{{1}}{L \cdot C}} }} = 2 \cdot \pi \cdot \sqrt {L \cdot C} \quad \rm{THOMSONsche}\, \quad{Schwingungsgleichung}

 

Die Stärke des Stroms im Schwingkreis wird bei gleicher Messrichtung beschrieben durch die Funktion

I(t)=CLU0sin(ω0t)mitω0=1LCI(t) = -\sqrt {\frac{C}{L}} \cdot \left| {{U_0}} \right| \cdot \sin \left( {{\omega _0} \cdot t} \right)\quad {\rm{mit}}\quad{\omega _0} = \sqrt {\frac{1}{L \cdot C}}

Vergleich Federschwinger mit elektromagnetischem Schwingkreis

 SchwingkreisFederpendel
SchwingungsgrößeLadung QElongation y
 
zeitliche Änderung der SchwingungsgrößeStromstärke IGeschwindigkeit v
 
Energien

Elektrische Energie im Kondensator

Wel=12CU2=121CQ2W_{el}=\frac{1}{2}CU^2=\frac{1}{2}\frac{1}{C}Q^2

Magnetische Energie in der Spule

Wmag=12LI2W_{mag}=\frac{1}{2}LI^2

Potentielle Energie  in der Feder

Wpot=12Dy2W_{pot}=\frac{1}{2}Dy^2

Kinetische Energie der Masse

Wkin=12mv2W_{kin}=\frac{1}{2}mv^2

Schwingungs-DifferentialgleichungQ¨+1LCQ=0\ddot Q + \frac{1}{LC}Q=0y¨+Dmy=0\ddot y + \frac{D}{m}y=0
Systemgrößen

Induktivität L

Kehrwert Kapazität 1C\frac{1}{C}

Masse m

Federkonstante D

Lösung

Schwingungsgleichung

Q(t)=Qmaxcos(ωt+ϕ)Q(t)=Q_{max}\cos{(\omega t + \phi)}y(t)=ymaxcos(ωt+ϕ)y(t)=y_{max}\cos{(\omega t + \phi)}
Eigenfrequenzf=12π1LCf=\frac{1}{2\pi}\sqrt{\frac{1}{LC}}f=12πDmf=\frac{1}{2\pi}\sqrt{\frac{D}{m}}

Der gedämpfte elektromagnetische Schwingkreis

Schauen wir uns zuerst eine gedämpfte Schwingung bei einem Fadenpendel an, um sie mathematisch zu beschreiben

Link

Verändere den Dämpfungsfaktor und betrachte dabei auch einmal die Periodendauer. Es fällt hoffentlich auf, dass 

Um eine gedämpfte Schwingung zu modellieren, gehen wir davon aus, dass die Amplitude einer Schwingung in jedem gleichen Zeitintervall (z.B. 1 Sekunde oder besser eine Periodendauer) um den gleichen Anteil abnimmt. Mathematisch handelt es sich dann um eine exponentielle Abnahme der Amplitude, da in gleichen Zeitintervallen der Bestand um den gleichen prozentualen Anteil abnimmt.

Beispiel: Wenn in jedem Zeitschritt die Amplitude AA um 10% abnimmt, dann wäre eine geeignete Modellierung der Veränderung der Amplitude: A(t)=A00,9t=A0eln(0,9)tA(t) = A_0 \cdot 0,9^t = A_0 \cdot e^{ln(0,9) \cdot t}

Jede Basis einer Exponentialfunktion lässt sich in eine Exponentialfunktion zur Basis e umrechnen -> kleine mathematische Übung für euch. Insbesondere ist dann auch ein Nachweis, dass es sich bei Messwerten der Amplitude um eine e-Funktion handelt, dadurch möglich, dass man bei Amplituden auf Quotientengleichheit prüft.

Insgesamt kann eine gedämpfte Schwingung deren Amplitude um p% in jedem Zeitschritt abnimmt, wie folgt mathematisch beschrieben werden:

y(t)=A(t)sin(ωt)=A0(1p100)tsin(ωt)=A0eln(1p100)tsin(ωt)y(t) = A(t) \cdot sin(\omega \cdot t) = A_0 \cdot (1-\tfrac{p}{100})^t \cdot sin(\omega \cdot t) = A_0 \cdot e^{ln \left( 1-\tfrac{p}{100} \right) \cdot t} \cdot sin(\omega \cdot t)

Zur Vereinfachung fasst man den Ausdruck  ln(1p100)ln \left( 1-\tfrac{p}{100} \right)zu einer Konstanten, der Dämpfungskonstanten δ\delta zusammen. Da der Logarithmus einer Zahl, die zwischen 0 und 1 liegt negativ ist, die Dämpfungskonstante aber als positive Zahl notiert wird, gilt: δ=ln(1p100)\delta = - ln \left( 1-\tfrac{p}{100} \right)

Für eine gedämpfte Schwingung gilt damit:  y(t)=A0eδtsin(ωt)y(t) = A_0 \cdot e^{- \delta \cdot t} \cdot sin(\omega \cdot t)

Im folgenden Video wird die Spannung über dem Kondensator in einem Schwingkreis mit einem Ohmschen Widerstand gemessen. Der Widerstand ist veränderlich und wird im Experiment zweimal vergrößert.  Grundsätzlich ist der Ohmsche Widerstand in jedem Schwingkreis enthalten, da die Spule aus einem aufgewickeltem Draht besteht.

In einem gedämpften elektrischen Schwingkreis geht Energie aufgrund des Widerstands verloren. Alle realen elektrischen Schwingkreise sind gedämpfte Schwingkreise, da alle Bauteile einen Widerstand haben.

Für den elektrischen Schwingkreis gilt wieder der Maschensatz:

UL =UC+URU_L  = U_C + U_R

Dabei ist UC=Q(t)CU_C = \frac{Q(t)}{C}UR=RI(t)U_R = R \cdot I(t)und UL=LdI(t)dtU_L = -L \cdot \frac{d I(t)}{d t}

Für den Widerstand wird vereinfachend angenommen, dass er sich nicht mit der Stromstärke ändert. Es gilt also: UC+UL+UR=Q(t)C+RI(t)+LdI(t)dt=0U_C + U_L + U_R = \frac{Q(t)}{C} + R \cdot I(t) + L \cdot \frac{d I(t)}{d t} = 0

 

 

  

 

Auch diese Gleichung soll so umgeformt werden, dass nur Funktionen einer physikalischen Größe enthalten sind, z.B.  QQ:   dQ(t)dt=I(t)\frac{d Q(t)}{dt} = I(t)und d2Q(t)dt=dI(t)dt\frac{d^2 Q(t)}{dt} = \frac{d I(t)}{dt}

Damit kann die Gleichung wie folgt geschrieben werden:

UC+UL+UR=Q(t)C+RI(t)+LdI(t)dt=Q(t)C+RdQ(t)dt+Ld2Q(t)dt=0U_C + U_L + U_R = \frac{Q(t)}{C} + R \cdot I(t) + L \cdot \frac{d I(t)}{d t} = \frac{Q(t)}{C} + R \cdot \frac{d Q(t)}{dt} + L \cdot \frac{d^2 Q(t)}{dt} = 0

In anderer Schreibweise:

1CQ+RQ˙+LQ¨=0\frac{1}{C} \cdot Q + R \cdot \dot Q + L \cdot \ddot Q = 0

Die Lösung lässt sich weder einfach erraten, noch mit den Möglichkeiten der Schulmathematik ermitteln. Deswegen wird sie angegeben:

Q(t)=Q0eδtcos(ωt)Q(t) = Q_0 \cdot e^{- \delta \cdot t} \cdot cos(\omega \cdot t)

Aus dieser Gleichung folgt für die Frequenz die angegeben Gleichung. Die Herleitung findet ihr hier, müsst sie aber nicht selber beherrschen

Hier nur die Ergebnisse:  δ=R2L\delta =\frac{R}{2\cdot L} und ω=ω02δ2\omega = \sqrt{\omega_0^2-\delta^2}   mit ω0=1LC\omega_0=\frac{1}{\sqrt{LC}}

Eingesetzt folgt  ω=1LCR24L2\omega = \sqrt{\frac{1}{LC}-\frac{R^2}{4\cdot L^2}}

Neuer Link